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Osterholzer Kreisblatt 20. April 2010

Bocholter-Borkener Volksblatt, 11. Mai 2010


Grandioser Chopin-Abend mit Har-Zahav

 

Bocholt.  Kantable Melodik, hochexpressive Harmonik und kühne Kontraste kennzeichnen den virtuosen Klaviersatz des polnischen Komponisten Frederik Chopin. Das Zarte, das Poetische, aber auch das Nervöse, Wütende, Flammende seiner Persönlichkeit spiegelt sich in seinen Werken wieder. Ihnen daher nicht nur technisch,sondern auch interpretatorisch gerecht zu werden, ist für jeden Pianisten eine Herausforderung. Der israelisch-amerikanische Pianist Menachem Har-Zahav stellte sich dieser Aufgabein einem Konzert im Historischen Rathaus mit dem programmatischen Titel „Hommage an Chopin“. Im abwechslungsreichen ersten Teil bewies Har-Zahav schon bei Valse e-moll, Nocturne cis-moll und den beiden Polonaisen cis-moll und d-moll sein Ausnahmetalent und seine pianistische Souveränität.  Es war gewissermaßen das Entree, um sich als exzellenter Chopin-Interpret zu legitimieren.  Mit drei Konzertetüden – die extrem technischen Herausforderungen meisterhaft bewältigend  --  leitete Har-Zahav dann über zu den zentralen Werken seines Programms, zunächst das Scherzo b-moll, Op. 31, das für alle großen Pianisten ein Prüfstein ist. Das markante Hauptthema spielte Har-Zahav wie gemeißelt im Fortissimo. Den nach A-Dur modulierenden Mittelteil gestaltete er dann als Kontrast wunderschön lyrisch-poetisch und in der abschließenden Stretta überzeugte er mit dem vielseitigen Spektrum seiner pianistischen Fähigkeiten.


Als Krönung zum Abschluss die Sonate b-moll, Op. 35.  Har-Zahav spielte auch hier gleich im ersten Satz die beiden kontrastierenden Hauptthemen – das eine atemlos in der Achtelbewegung, das zweite choralartig -- überzeugend und in der Reprise besonders inspirierend.  Der berühmte Trauermarsch im dritten Satz wird oft zu langsam, ja geradezu pathetisch aufgefasst. Har-Zahav wählte zwar ein ruhiges, aber gleichmäßig fast monotones Schritttempo, das auch in den Klangsteigerungen unverändert blieb. Nach diesem Satz hätte man sich ein Innehalten gewünscht und nicht den sofortigen Übergang zum vierten Satz, der auf einem kühnen, für manche Zeitgenosse Chopins schwer verständlichen Kompositionsgedanken beruht: Den ohne jede Unterbrechung dahinjagenden Achtelnoten im Unisono – ein pianistisch vorausgeahnter Walküreritt und ein fulminanter Schlusspunkt der überragenden „Hommage an Chopin“.  Über Chopin wurde einmal gesagt: „Er war auch ein trauriger Engel, aber er war nicht nur traurig und nicht nur Engel.“ Er war, möchte man fortfahren, ein Genie. Die leider nur wenigen, aber sehr begeisterten Zuhörer erlebten mit Har-Zahav einen grandiosen Chopin-Abend.

Peter Hautzinger



Neustädter Blatt, 13. Mai 2010

 

Klavierkonzert Hommage an Chopin


(lb) Das kleine aber fachkundige Publikum lauschte andächtig und versunken mit geschlossenen Augen dem brillant spielenden Pianisten Menachem Har-Zahav. Das Programm des israelisch amerikanischen Künstlers, der in Deutschland lebt, wurde dem Namen des Programmes gerecht – eine Hommage an den romantischen Komponisten Frédéric Chopin (1810-1849).  Der Pianist eröffnete den Nachmittag mit dem Valse in e-moll.  Das folgende Nocturne in cis-moll spielte er mit Brillanz und viel Ausdruck. Das Nocturne bietet eine große Vielfalt an Ausdrucksmöglichkeiten, die Menachem Har-Zahav voll ausschöpfte. Sein dynamisches Spiel begeisterte die Zuhörer von Anfang an. Klang das Stück zu Beginn leise und melancholisch, so entwickelte es sich zu einer anschwellenden Klangfülle. Der Künstler beherrschte das differenzierte Spiel in Vollendung. Mit unglaublicher Leichtigkeit spielte er Polonaisen und Etüden. Höchste Spielkunst zeigte er bei den rasant gespielten Tonfolgen. Bewegt, heiter und lebendig klang das Scherzo in b-moll. Der Künstler zündete ein Feuerwerk von traumhaften Melodien, die offensichtlich den Geschmack des Publikums trafen. Eine Sonate und eine Ballade rundeten das nicht alltägliche Programm ab. Bescheiden und introvertiert wirkte der Künstler in seinem Frack und der jüdischen Kippa auf dem Kopf. Seit dem vierten Lebensjahr spielt der 43-Jährige Klavier und war bereits mit 26 Jahren Leiter der  Klavierfakultät an einer amerikanischen Universität. Jetzt lebt er in Deutschland und möchte deutschlandweit die Bühnen erobern. Die Qualität seines Spieles hätte ein größeres Publikum verdient. So erlebten leider zu wenige Zuhörer diese Sternstunde der klassischen Musik. Von dem Angebot an Kinder und Jugendliche, die Veranstaltung kostenlos zu besuchen, hatte niemand Gebrauch gemacht – schade! Die Anwesenden waren von der Spielkunst und der Auswahl der Stücke restlos begeistert und forderten eine Zugabe, die der Künstler gerne gab. Ein junger Mann hatte die Gelegenheit genutzt und seine Mutter zum Muttertag in das Konzert eingeladen und sie begleitet. Beide  waren von dem anspruchsvollen Konzert sehr beeindruckt. Die Freude über das gemeinsam Erlebte wird sicher länger anhalten als ein Blumenstrauß.



Trierischer Volksfreund, 01. Juni 2010


Meisterklänge in der Wittlicher Synagoge


Virtuose Klänge klassischer Klaviermusik waren in der Wittlicher Synagoge zu hören.

Menachem Har-Zahav begeisterte mit Stücken von Chopin und Liszt.


Wittlich. (soa) Der international geschätzte israelisch-amerikanische Meisterpianist Menachem Har-Zahav brachte bei seinem Konzert in der Wittlicher Synagoge Auszüge aus den Werken von Chopin und Liszt zu Gehör.
 
Dabei begeisterte die feurig bis sanfte Mischung der ausgewählten Werke der romantischen Komponisten auch das junge Publikum, das der Künstler ausdrücklich ansprechen wollte (für Jugendliche bis 18 Jahren war der Eintritt frei). Die jungen Menschen sind das Publikum von morgen, sagte Har-Zahav. Speziell an die gerichtet sagte er: "Die klassische Musik ist keine langweilige Sache, sie kann durchaus sehr aufregend und interessant sein." Die Wittlicher Synagoge schuf den passenden klanglichen Rahmen, und so waren aus den Reihen der Zuhörer durchweg begeisterte Worte zu hören. Har-Zahavs Virtuosität und die Kombination von sowohl ausdrucksvollen wie auch einfühlsamen Klangbildern zogen die, die gekommen waren, in ihren Bann. So gelang es dem Pianisten mit seiner Darbietung auch wirklich, die jüngeren Menschen zu begeistern und an die klassische Musik heranzuführen.


Walsroder Zeitung, 08. Juni 2010


Genuss nicht nur für Klassikfans

Klavierkonzert: Pianist Menachem Har-Zahav im Brüggemannsaal

 

Nicht nur für Klassikfreunde war der Konzertabend am vergangenen Freitag im Brüggemannsaal der Walsroder Stadthalle mit dem israelisch-amerikanischen Konzertpianisten Menachem Har-Zahav ein außergewöhnlicher Musikgenuss.  Das Konzert „Hommage an Chopin“ brauchte keine Worte – denn mit meisterhaft interpretierten Werken von Frederic Chopin entfaltete Har-Zahav einen ganz besonderen Zauber, der die Zuhörer zutiefst faszinierte.


Walsrode (sl). Schon bei dem ersten Stück, einer Valse in e-Moll (eine der Walzermusik nachempfundene Komposition), die im Wechsel zwischen zarten Tönen und kraftvoll gespielten Tonfolgen erklang, spitzten die Zuhörer gespannt die Ohren – denn so hingebungsvoll erklangen  Interpretationen von Frederic Chopins Werken wohl selten.  Har-Zahavs Finger eilten mit  unglaublicher Schnelligkeit über die Tasten, doch brachte er jeden einzelnen Ton mit einer Technik  zum Erklingen, die an Magie grenzte. Dem anschließenden Stück „Nocturne in cis-moll“ lag eine  Melodie in tieferen Tonlagen zu Grunde, welche von höchsten Tönen virtuos umspielt wurde, um  sich in einer temperamentvollen Melodie von hoffnungsvollen wie dramatischen Klängen zu steigern.

 

Beeindruckend, wie Har-Zahav mit einer scheinbaren Leichtigkeit, aber hoch konzentriert in ausgefeilter Spieltechnik Chopins Polonaisen, vor allem die Polonaise in d-moll, präsentierte. Unter Chopin Handschrift wurden diese Tänze zu poetischen Stücken, bei denen hinter virtuos strahlender Melodie doch der Tanzcharakter zu vermuten ist. Gerade mit den hohen Triller auf dem Piano bei  der sehr schnellen Etüde in Ges-Dur und dem atemberaubend fließende Charakter der Melodie bei der Etüde in As-Dur begeisterte Har-Zahav das Publikum. Und er zeigte mit einem weiteren Stück  dieser Gattung, der Etüde in c-moll, dass die etwas hart und spitz gespielten Töne in dramatischen Sequenzen genauso zu dem meisterhaften Schaffen des Komponisten Chopin gehören. Mit einem anspruchsvollen Scherzo in b-moll, in dem klanglich neben dem heiteren Charakter eine gewisse  Dramatik erklingt, präsentierte der Künstler vortreffliche Fingerfertigkeit.  Ein hochkarätiges  Klangerlebnis bot Menachem Har-Zahav mit der Sonate Nr.2 in bmoll im zweiten Teil des  Konzerts. Leise Töne, fast gehaucht, in ihrer Leichtigkeit neben kraftvollen, harten, fast donnernden Klängen in rasantem Tempo zeugten von dem hohem virtuosen Niveau dieses Solopianisten. Der  Jubel der Zuhörer wollte kaum enden, nachdem der letzte Ton am Klavier verklungen war, und so präsentierte Starpianist Menachem Har-Zahav noch eine Zugabe.



Nahe Zeitung, 14. Juni 2010

 

Ein Feuerwerk an technischer Brillanz

 

[...] Menachem Har-Zahav gehört zu jenen Klaviervirtuosen, die über eine kraftvolle, souveräne Spieltechnik verfügen, für die auch schwierigste Klavierwerke kein Problem zu sein scheinen. [...]  Menachem Har-Zahav gelang es mühelos, die Brillanz und die Wucht so berühmter Stücke wie der „Revolutions-Etüde“ herauszustellen. [...] Das Publikum klatschte nach jedem dieser Feuerwerke begeistert. [...] Nach der Pause überbot der Konzertpianist sein bis dahin gehörtes Programm noch durch die umfangreiche Wiedergabe der berühmten g-Moll-Ballade Opus 23 und der kompletten zweiten Sonate (mit dem bekannten Trauermarsch), um nach langem Beifall ein weiteres Feuerwerk an technischer Brillanz zuzugeben.   Elisabeth Jost



Westdeutsche Zeitung (Ausgabe Burscheid), 21. Juni 2010


Chopin als spannendes Erlebnis

Klavierabend: 
Der israelische Pianist Menachem Har-Zahav widmet sein Programm im Bürgerhaus dem polnischen Komponisten.


Leichlingen. Ruhig, ganz ohne Pose und die jüdische Kippa auf dem Kopf tritt Menachem Har-Zahav an den Flügel, um ihm unmittelbar darauf ein Feuerwerk von Arpeggien und rasenden Läufen zu entlocken. Der israelische Pianist, der sein Musikstudium in den USA absolvierte, widmete seinen Klavierabend im Leichlinger Bürgerhaus am Hammer ausschließlich der Musik von Frédéric Chopin, dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird. Menachem Har-Zahav ist ein Pianist von außergewöhnlichen virtuosen Fähigkeiten. Vielleicht hätte ein wenig Zartheit an manchen Stellen besser gepasst, aber sein kraftvolles Spiel verfügte auch über eine Fülle von Ausdrucksvarianten. So gelang schon die Nocturne in cis-Moll sehr stimmungsvoll. Chopin, der nach dem russischen Überfall auf Polen im Pariser Exil lebte, zeigt in vielen Kompositionen seine Heimatliebe. Gegen die Besetzung von Warschau protestierte er mit seiner Revolutionsetüde opus 10, Nr.12, die unter den Händen von Menachem Har-Zahav zum spannenden Erlebnis wurde. Beeindruckend war auch seine Wiedergabe der Etüde Nr. 5 und die der Nummer Eins aus dem anderen Etüdenzyklus opus 25. Diese Etüden gehen in ihrer Schwierigkeit und ihrem musikalischen Gewicht weit über einfache Übungsstücke hinaus. Chopins geheimnisvolles Scherzo b-Moll beendete den ersten Teil. Nach der Pause spielte Har-Zahav zunächst die Ballade in g-Moll. Über dieser Musik könnte der Titel eines Werks des anderen Jubilars, Robert Schumann, stehen: "Von fernen Ländern und Menschen". Abschluss und Höhepunkt des Chopinabends bildete die große b-Moll Sonate. Auf die starken Akzente des ersten Satzes folgt ein spukhaftes Scherzo und dann der berühmte Trauermarsch. Das ganz kurze, gehetzte Finale wirkte anschließend wie eine Flucht. Die restlos begeisterten Zuhörer ließen den Pianisten nicht ohne Zugabe gehen. KG

Menachem Har-Zahav | weston@weston-musikmanagement.de