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Westfalenpost, 04.04.2017

 

 

 

Siegener Zeitung, Bad Laasphe, 05.04.2017

 

 

 

HNA, 03.04.2017

 

 

 

Iserlohner Kreiszeitung, 01.03.2017 

Russische Rhythmen und transzendente Töne

Iserlohn.  Amerikanischer Meisterpianist Menachem Har-Zahav begeistert spärlich gefüllten Löbbecke-Saal.

 

Es war sicherlich dem Karnevalswochenende geschuldet, dass nur wenige Konzertgänger am Sonntagabend den Weg in den Löbbecke-Saal des Parktheaters fanden, Menachem Har-Zahavs brillante Darbietung seines abwechslungsreichen Programms „Russische Romantiker“ rechtfertigte diesen Besuchermangel zumindest ganz und gar nicht: in nahezu familiärer Atmosphäre erlebten etwa 30 Musikfreunde ein wahres Klavierspektakel. Dem Pianisten gelang es mit seiner Auswahl bestens alle Facetten der russischen Seele des späten 19. Jahrhunderts abzubilden. Wenngleich Mili Balakirews „Tarantella“ trotz feurigen Finales noch etwas uninspiriert daher kam, so gab es gleich darauf mit zwei Etüden Alexander Scrjabins zwei äußerst leidvolle, getragene Melodien zu hören, die Har-Zahav hoch emotional zu interpretieren wusste.

Furioser Tanz und lyrische Tiefe

Tänzerisch ging es weiter mit stark kontrastierenden Werken von Pjotr Tschaikowsky. Zunächst die wilde, sich immer weiter steigernde und doch schließlich zart beschließende „Dumka“, vom Künstler technisch wie musikalisch perfekt dargeboten, gefolgt von einem leichtfüßigen, im Vergleich geradezu besinnlichen Walzer in As-Dur. Dass der Name Sergei Ljapunow, ein Schüler Balakirews, nur den wenigsten ein Begriff ist, scheint nach Har-Zahavs ergreifender Präsentation seiner „Étude d’exécution transcendante“ regelrecht unverständlich. Schwebende wie gewaltig-mitreißende Passagen verlangten dem Steinway-Flügel sein gesamtes Klangspektrum ab. Spätestens jetzt war allen klar, dass sie hier einem echten Weltklasse-Pianisten beiwohnen durften.

 

Den fulminanten Schlusspunkt der ersten Konzerthälfte setzte Har-Zahavs überragende Interpretation von Balakirews „Islamey“, das noch heute unter vielen Pianisten als das anspruchsvollste Werk der Klavierliteratur gehandelt wird. Har-Zahav präsentierte es, wie auch den Rest seines Programms, komplett auswendig. Der gebürtige Israeli blieb das gesamte Konzert über tiefenentspannt, zu keinem Moment war ihm die Konzentration, die ein derartiges Programm sicherlich einem jeden Pianisten abverlangt, anzumerken. Und so ließ er auch diese musikalische Everest-Besteigung wie einen Sonntagsspaziergang wirken.

 

Nach einer kurzen Pause, die das Publikum nach diesem überaus aufregenden Werk sicher dankend annahm, bewerkstelligte Har-Zahav es sogar noch, die bereits dargebotenen Meisterstücke zu überbieten. Mit Sergei Rachmaninoffs dreisätziger Sonate in b-Moll, in einer persönlichen Version des Pianisten, der darin das Beste aus den zwei verschiedenen Fassungen des Stücks vereint, ließ er ein wahres Monumentalwerk erklingen.

Zugabe als Ausblick auf die nächste Tournee

Der erste Satz, durchsetzt mit transzendenten, glockengleichen Klängen, aber auch brachialen Akkorden, brachte den Saal buchstäblich zum Beben, während das folgende Andante mit sehnsuchtsvollen Harmonien zum Träumen einlud. Der intensive Finalsatz voller mitreißender Rhythmen ließ schließlich keinerlei Fragen mehr offen, weshalb Har-Zahav seit vielen Jahren einen Ruf als Meisterpianist genießt - das kleine Publikum dankte es ihm mit einem Applaus, der von dem eines gefüllten Saals kaum zu unterscheiden war, bevor der Pianist sich mit einer Etüde von Frédéric Chopin endgültig verabschiedete. Diese Zugabe bildete zugleich einen Vorgeschmack auf Har-Zahavs nächstes Programm „Hommage an Chopin“, mit welchem der charismatische Künstler voraussichtlich auch im kommenden Jahr wieder in der Waldstadt gastieren wird, dann hoffentlich mit einer etwas höherer Besucherzahl.

 

Felix Kriewald

 

 

 

Schwarzwälder Bote Calw, 21.02.2017

Akustik passt nicht zum professionellen Klavierspiel

Calw-Holzbronn. Spätestens nach dem zweiten Stück wird klar, wieso das Programm "Russische Romantiker" heißt: Für sein Klavierkonzert am Sonntagnachmittag in Holzbronn hat der amerikanische Pianist Menachem Har-Zahav Kompositionen von russischen Künstlern zusammengestellt und auf seine Weise interpretiert.

 

Großer Rachmaninoff-Fan

 

"Ich bin ein großer Fan Rachmaninoffs und wollte seine Stücke vortragen. Dazu wählte ich noch weitere russische Komponisten, und dann stand das Programm", sagt der Musiker.

Sein Konzert in Holzbronn beginnt der 49-Jährige mit Mili Balakirews (1837-1910) "Tarantella", einem Klavierstück der Romantik. Die Tarantella ist ein aus Süditalien stammender Volkstanz, den Har-Zahav mit seinem Klavierspiel zum Leben erweckt. Leichte und leise Abschnitte wechseln sich ab mit dunkleren, schwereren Tönen, ein toller Auftakt. Allerdings merkt der Zuhörer schon nach dem ersten Stück: Die Akustik in dem einfachen Dorfsaal passt nicht zu dem professionellen Klavierspiel des Künstlers.

 

Aber Har-Zahav, ganz Profi, spielt darüber hinweg und gibt weitere Kompositionen von Alexander Scrjabin (1872-1915), Sergei Ljapunow (1859-1924) sowie Tschaikowskis (1840-1893) "Dumka" zum besten. Die mal fröhlichen, mal traurigen Abschnitte versetzen die Zuhörer in eine romantisch-melancholische Stimmung. "Die Stücke bauen toll aufeinander auf und steigern sich im Verlauf", sagt eine Frau aus dem Publikum.

 

Mit Balakirews "Islamey" wagt sich Har-Zahav an ein Klavierstück, das als eines der schwierigsten zu spielenden Werke weltweit gilt. Davon merkt der Zuhörer jedoch wenig. Der Pianist nutzt das ganze Klangspektrum des Instruments und spielt mit einer beeindruckenden Energie.

 

Persönlicher Höhepunkt

 

Seinen persönlichen Höhepunkt hat sich Har-Zahav jedoch für den Schluss aufgehoben. "Es fühlt sich in den Händen gut an, Rachmaninoff zu spielen", sagt der Klavierkünstler. "Allerdings heißt das nicht, dass es einfach zu spielen wäre." Rachmaninoff (1873-1943) hat seine Sonate Nr. 2 in b-Moll, Op. 36 nach einigen Jahren noch einmal umgeschrieben. Har-Zahav gefielen jedoch Fragmente beider Versionen. Für sein Programm hat er die Sonate daher neu interpretiert und eine dritte Version kreiert. An seinem Spiel merkt man dem Künstler an, dass es sein Programm-Favorit ist. Er spielt es mit einer besonderen Hingabe.

 

Das Stück überrascht mit leisen, fröhlichen Tönen, die zwischendurch von aufbrausenden, lauten und schnellen Abschnitten unterbrochen werden. Eine Komposition, die wunderbar zu den anderen Werken passt und einen tollen Höhepunkt des Konzerts bildet.

 

Schade nur, dass sich am Sonntagabend in Holzbronn nur etwa 50 Zuhörer einfanden. "Ich hoffe, dass schreckt ihn nicht ab und er kommt wieder hierher ", sagt eine Zuhörerin.

 

Patricia Magdalena Elsner

 

 

 

Westfalenblatt Bielefeld, 17.01.2017

 

 

 

Menachem Har-Zahav | weston@weston-musikmanagement.de