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Rhein-Zeitung 25.10.2018

 

 

 

 

 

HNA Witzenhausen 13.08.2018

 

 

 

Osterholzer Kreisblatt 07.05.2018

Klavierabend auf Gut Sandbeck

Chopins Etüden meisterlich interpretiert

Claudia Gerber-Lindt

 

Osterholz-Scharmbeck. Wer sich an diesem sonnigen, frühsommerlichen Sonntag gegen das Eiscafé und für das Konzert des Pianisten Menachem Har-Zahav auf Gut Sandbeck entschieden hatte, wurde belohnt. Das Motto des Konzerts hieß „Hommage an Chopin“. Und es wurde eine dem polnischen Komponisten, Pianisten und Klavierpädagogen würdige Huldigung. Bereits der Blick in das Programm versprach Klavierwerke auf höchstem Niveau, vorgetragen von einem Meister seines Fachs.

 

Der in Israel geborene Pianist Menachem Har-Zahav erhielt bereits mit vier Jahren seinen ersten Klavierunterricht und konzertierte mit sieben Jahren erstmals in der Öffentlichkeit. Nach verschiedenen Stationen als Dozent in den USA und Großbritannien widmet er sich seit seinem Umzug nach Deutschland ganz dem Konzertieren. Seine rund 60 Konzerte pro Jahr führten ihn unter anderem bereits in die Laeiszhalle Hamburg, das Beethovenhaus Bonn sowie in das europäische Ausland. Das Publikum im gut gefüllten Saal durfte sich also auf einen außergewöhlichen Virtuosen freuen.

 

Die Nocturne in Cis-Moll, Op. 27 Nr. 1 von Frédéric Chopin (1810 - 1849) beginnt mit dunklen Akkorden im Bass. Man fühlt förmlich die Schwere und Dunkelheit der Nacht. Har-Zahav nahm die Zuhörer mit durch diese Nacht. Die Musik schwingt sich in Dur-Akkorden ins Fortissimo und nimmt mit Lichtblicken den nahenden Tag vorweg. Der Schlussakkord in versöhnlichem, hellen Dur wirkt wie die Gewissheit, dass nach jeder Dunkelheit wieder Licht folgt.

 

Im Anschluss erklangen zwei Polonaisen, polnische Schreittänze, welche bereits im Barock beliebt waren, von Beethoven und Schubert aufgenommen und von Chopin zum Höhepunkt geführt wurden.

 

Einer der Höhepunkte des Konzerts: die drei Etüden. Von Klavierschülern wegen ihrer Schwierigkeiten gehasst, wurden sie an diesem Abend in Perfektion dargeboten. Die bekannteste ist sicher die Etüde in As-Dur, Op. 25 Nr. 1. Dass es sich bei den Etüden um Übungsstücke handelt, lässt sich durchaus nachvollziehen. Chopin schrieb diese Stücke zur Ausbildung pianistischer Fähigkeiten und ging damit an die Grenze dessen, was auf dem Klavier möglich ist. Har-Zahav meisterte nicht nur die technische Herausforderung. Er ließ die Schwierigkeiten vergessen und vermittelte vor allem die Dramatik der Stücke.

 

Beim Scherzo in b-Moll, Op. 31, welches der nach einer Tuberkulose-Erkrankung nur 39 Jahre alt gewordene Chopin 1837 einer seiner Schülerinnen widmete, lässt sich der heitere Charakter eines Scherzos durch die dramatischen und traurigen Klänge hin und wieder nur erahnen. Ganz so, als würden dem Pianisten die heiteren Einwürfe ganz plötzlich einfallen.

 

Den Abschluss des Konzerts bildete die Sonate Nr. 2 in b-Moll, Op. 35. Dieses Stück ist insofern ungewöhnlich, als alle vier Sätze in Moll stehen. Unklar ist außerdem, warum der berühmte Trauermarsch, der bereits vor der Sonate entstand, als dritter Satz eine zentrale Rolle einnimmt. Har-Zahav gestaltete diesen schlicht und ließ ihn dadurch umso intensiver auf die Zuhörer wirken. Ein wohltuender Kontrast zum ersten Satz mit der Bezeichnung „Grave-Doppio Movimento“, welcher aufgewühlt nach vorne drängt.

 

Lang anhaltender Applaus belohnte den Künstler. Mit einer Zugabe von Sergei Rachmaninow verabschiedete Har-Zahav die Zuhörer in den lauen Sommerabend.

 

 

 

Blick aktuell, Bad Neuenahr-Ahrweiler Nr. 17/2018

 

 

 

 

 

General-Anzeiger Bad Neuenahr-Ahrweiler 24.04.2018

 

 

 

 

Rhein-Neckar Zeitung 07.03.2018

 

 

 

 

 

Hersfelder Zeitung, 06.03.2018

 

 

 

 

 

Neue Westfälische Lübbecke, 16.01.2018

 

 

 

 

 

Neue Westfälische Bielefeld, 16.01.2018 

Chopins Verzweiflung gefühlt

 

Von Elke Engelhardt

 

Bielefeld. Das Bielefelder Publikum kam am Sonntagabend in den Genuss eines außergewöhnlichen Klavierabends. Menachem Har-Zahav, der international renommierte Pianist, war mit seiner "Hommage an Chopin" zu Gast im ausverkauften "Kleinen Saal" der Oetkerhalle.

 

Im ersten Stück, einem Walzer, wechselt fröhliche Leichtigkeit mit Dramatik. Fortwährend fliegen die Finger des Pianisten über das Klavier, bis sie in den dramatischen Höhepunkten die Tasten mit Verve niederdrücken. Menachem Har-Zahav scheint zu fühlen, was Chopin, ein hochsensibler und zeitlebens kränklicher Ausnahmemusiker, mit seinen Kompositionen vermitteln wollte.

 

Dunkler und getragener klingt die folgende Nocturne aus dem Opus 27, selbst die hellen Töne scheinen in diesem Werk zu klagen. Die anschließenden Polonaisen sind ausdrucksstark und gewaltig. Har-Zahav fängt in jedem Musikstück die Tragik von Chopins kurzem und tragischem Leben ein.

 

Er spielt nicht nur die Noten meisterhaft, sondern so, als fühle er Chopins Verzweiflung. In seiner Interpretation sind die Kompositionen Chopins Opern en miniature. Es ist eindrucksvoll, zu sehen und zu hören, wie die ungeheuer voraussetzungsvolle Arbeit für die Hände völlig in den Hintergrund tritt, um den großen Gefühlen die Bühne zu überlassen.

 

Chopins Etüden, die ihre poetische Energie aus dem Konflikt zwischen technisch Machbarem und musikalisch Vorstellbarem gewinnen, stellen eine unvergleichliche Herausforderung dar, die Har-Zahav brillant und ohne jegliche Anstrengung meistert. Nur wer die Technik absolut meisterhaft beherrscht, ist in der Lage, das einzigartige Feingefühl für die Poesie dieser Stücke herauszuspielen.

 

In der ergreifend traurig schönen zweiten Hälfte des Konzerts spielt Har-Zahav nach der Romanze aus dem Klavierkonzert Nr. 1 die Sonate Nr. 2, in der der berühmte Trauermarsch Chopins den zentralen Platz einnimmt. Eine Komposition, bei der der Zuhörer die dem Sarg folgende Trauergesellschaft förmlich sieht.

 

In Har-Zahav haben Chopins Kompositionen einen Interpreten gefunden, der den feinen Nuancen und der Vielstimmigkeit der Stücke den Raum gewährt, die sie unvergleichlich machen. Das Publikum durfte an diesem Abend eine Entfaltung musikalischer Möglichkeiten erleben, die selten und kostbar ist.

Menachem Har-Zahav | weston@weston-musikmanagement.de